Was ist CCS?
Was ist CCS?
Es ist die Abkürzung von Carbon dioxid Capture and Storage (CO2-Abscheidung aus den Verbrennungsabgasen und Speicherung)
CO2 gilt als Hauptursache für den Treibhauseffekt. Aus diesem Grund verfolgen Energiekonzerne das Ziel den CO2 Ausstoss Ihrer Kraftwerke dadurch zu reduzieren, dass dieses Gas mit zusätzlichem technologischen und energetischen Aufwand verflüssigt wird um es transportieren und unterirdisch verpressen zu können.
Die CO2-Abtrennung kostet Geld - und zwar den Verbraucher. Nach Berechnungen des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Bundestag dürften sich die Stromerzeugungskosten in Kohlekraftwerken dadurch fast verdoppeln; von drei bis vier auf fünf bis sieben Cent pro Kilowattstunde. Der kumulierte Energieaufwand – bezogen auf die komplette CCS-Prozesskette von der Abscheidung über den Transport bis zur Endlagerung steigt nach Experten-Angaben um bis zu 34 %. Unlängst bestätigte der Entwicklungschef von Dong Energy Power Dänemark, Rudolph Blum, nach Auswertung des weltweit größten praktischen CO2-Abscheideversuchs im dänischen Esbjerg die katastrophale Energiebilanz von CCS. „Der Energieverbrauch ist ganz einfach viel zu hoch“, so Blum. Um eine Tonne CO2 nach der Verbrennung aus den Rauchgasen abzuscheiden, wurden 3,7 Gigajoule Energie verbraucht. Der Kraftwerkswirkungsgrad fiel von 45 auf etwa 30 %.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen warnte davor, eine wirtschaftliche Anwendungsreife bis 2020 sei kaum zu erwarten. Damit käme CCS für die anstehende Erneuerung von großen Teilen des fossilen deutschen Kraftwerksbestands schlicht zu spät und die Absenkung der CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 ist damit nicht zu schaffen.
Dem gegenüber haben Erneuerbare Energien allein im Sektor Stromerzeugung den CO2-Ausstoß in 2007 um etwa 80 Millionen Tonnen gesenkt. Das Umweltbundesamt kommt auch deshalb zu dem Fazit, CO2-Abscheidung und -Speicherung seien keine dauerhafte Lösung und nicht nachhaltig.
Beim derzeitigen CO2-Aufkommen in Deutschland sind die für eine Lagerung eventuell in Frage kommenden Gesteinsschichten nach maximal 20 bis 30 Jahren voll – und was dann?
CCS-Technologie ist also keine Brückentechnologie! Die Alternativen sind bereits vorhanden! Die sauberen, sich selbst erneuernden und somit unerschöpflichen Energiequellen stehen zur Verfügung.
Spätestens mit Einführung von CCS wären alle Erneuerbaren Energien preiswerter als Kohlestrom. Dabei blieben bei allen bisherigen Kostenschätzungen mögliche Lagergebühren unberücksichtigt.


