CO2-Endlager
betriebsbereite CO2 Verpressungsanlage in Maxdorf
CO2 Endlager
In Schleswig-Holstein war vorgesehen CO2 zu verpressen. Die dortige Bürgerinitiative hat dieses Vorhaben inzwischen zum Scheitern gebracht. Auch an anderen Orten, z.B. in Ostbrandenburg wo es Bestrebungen zur CO2 Verpressung gibt, haben sich Bürgerinitiativen gebildet die dagegen vorgehen.
Das poröse Sandgestein in welches das CO2 verpresst werden soll, kann man sich wie einen Löcherkäse oder Brot vorstellen. Es ist von einer Stelle aus nie zu sehen, wie und wohin das Loch weitergeht und welche miteinander in Verbindung stehen. Die Behauptung die einzelne Bohrstelle in der Versuchsanlage Maxdorf sei abgeschlossen, kann vielleicht für die Bohrstelle gelten, aber nicht für den über 3000 Meter tiefen porösen „Sandsteinlöcherkäse“.
Um das Gestein aufzuschließen, in welchem das Erdgas lagerte, wurde Arsen eingesetzt, welches mit dem Bohrschlamm in den Löchern verblieb. In die Bohrungen wurden während des Bestehens der DDR zum Teil erhebliche Mengen giftiger Substanzen „entsorgt“, wie Quecksilber und Radon. Das Metall der Bohrgestänge und der Beton, mit welchem unrentable Bohrlöcher verschlossen wurden, können aggressiven Säuren, wie Kohlensäure – die sich aus Grundwasser und CO2 bildet – kaum über solch lange Zeiträume standhalten.
Wenn man sich fragt welchen Sinn diese Technologie eigentlich haben soll, kommt man zu dem Ergebnis: Sie dient nicht den Interessen der Bevölkerung, der Umwelt, sondern dient dazu die nicht mehr zeitgemäße Technologie der Kohleverstromung weiter zu betreiben aus rein kommerziellen Absichten.
Der Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken bewegt sich um die 40%. Von diesem bereits dürftigen Wert gehen bei Einsatz der CCS-Technologie nochmal geschätzte 10-40% ab für die Abscheidung, den Transport und die Verpressung des anfallenden CO2.
Bei diesen Zahlen ist der Aufwand, der für den Abbau und Transport der Kohle betrieben werden muß, überhaupt nicht berücksichtigt. - Ganz zu schweigen von der Naturzerstörung und dem menschlichen Leid, das entsteht, wo ganze Dörfer dem Braunkohleabbau weichen müssen, wie z.B. in der Lausitz, wo das CO2 herkommt, das Vattenfall in der Altmark verpressen will. Seit 1924 mussten über 80 Ortschaften und über 26000 Menschen dem Braunkohleabbau weichen.
So bleiben die Kohlekraftwerke also weiterhin Kultur- & Landschaftszerstörer, Wasserverschwender und Dreckschleudern.
Bei der Kohleverstromung handelt es sich um eine typische Raubbautechnologie, wie sie die bisherigen Phasen der Industrialisierung kennzeichnet. Zukunftsfähig ist sie nicht, wenn unsere Erde bewohnbar bleiben soll. - Das Ansinnen, der Kohleverstromung durch CCS das Leben zu verlängern, mutet unsäglich an: erst ein Feuer machen, und dann den Rauch einfangen...
Daß man Kohleverstromung mit CCS als "Brückentechnologie" zum Übergang auf die Erneuerbare Energie benötigen würde, ist unzutreffend. Tatsächlich behindern solche Kraftwerke den Ausbau der Wind- und Solarenergie, da sie nicht flexibel betrieben werden können. Bei viel Wind oder Sonne können sie nicht gedrosselt werden, statt dessen müssen Windräder abgeschaltet werden.
Wenn schon Brückentechnologie, dann wären das kleine, dezentrale Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung und Wirkungsgraden von 90-95%. Diese können flexibel betrieben werden.
Die sauberen, sich selbst erneuernden und somit unerschöpflichen Energiequellen stehen zur Verfügung. Statt eine historische Technologie mit ominösen Maßnahmen weiterzuschleppen, müssen wir unser wissenschaftlich-technisches und unser ökonomisches Potential auf den Ausbau der zukunftsfähigen Technologie fokusieren. Es geht darum, der Klima-Katastrophe zuvorzukommen.




